Change – Health – Science Institut: Mein neues Tätigkeitsfeld

Seit einiger Zeit bin ich freiberuflich tätig und habe ein eigenes kleines Institut gegründet: das Change-Health-Science Institut. Veränderung – Gesundheit – Wissenschaft. Natürlich ist auch die implizite Bedeutung intendiert: Veränderung in der Gesundheitswissenschaft, Gesundheit durch Wissenschaft verändern, Veränderung, die zu Gesundheit führt….

Ich biete mit zwei Kollegen – Martin Loef und Ellis Huber – Beratung und andere Dienstleistungen an, etwa Seminare, Kurse oder Coaching für Einzelne, Gruppen, Firmen, Verwaltungen. Es geht uns vor allem um die Verbindung dieser Bereiche und ihre gegenseitige Durchdringung.

Teil dieses Angebotes ist auch eine zunächst fragebogenbasierte Lebensstildiagnostik. Sie ist über einen Link zugänglich und existiert als kostenlose Schnupperversion und als größere, kostenpflichtige ausführliche Version. Ärzte und Therapeuten könnten sie z.B. nützen, um bei ihren Patienten eine ausführliche Diagnostik zu veranlassen, bevor sie mit ihnen in Beratungsgespräche einsteigen. Wir geben in solchen Fällen gerne Sonderkonditionen. Wir haben auch eine umfassende Rundumdiagnostik für den betrieblichen Kontext entwickelt. Diese können Firmen, Verwaltungen oder Betriebe nützen, um betriebliche Gesundheitsförderungsmassnahmen vorzubereiten, die wir ebenfalls gerne anbieten.

Nach wie vor baut das, was ich tue, auf wissenschaftlicher Grundlage auf. Als Gastprofessor an der Medizinischen Universität Poznan und am Department Psychologie der Universität Witten-Herdecke bin ich weiterhin wissenschaftlich tätig mit dem Vorzug, dass ich mir etwas mehr Zeit für die Dinge gönnen kann, die mich interessieren.

Die Seminare und Kurse, die ich immer schon gemacht habe und einige, die ich immer schon machen wollte, die aber im Rahmen von Studiengängen eher weniger gut platzierbar sind, biete ich nunmehr freiberuflich an. Wer will, kann mich für diese Themen engagieren. Wenn ich selbst Seminare und Kurse organisiere, kündige ich das rechtzeitig auf den Seiten des CHS-Instituts an.

Dort werden in Zukunft viele neue Informationen zu finden sein, die nicht auf dieser privaten Homepage zu finden sind. Schauen Sie sich also bei Interesse unbedingt auf www.chs-institute.org um.

Mystik für Alle – Hugo de Balma in neuem Gewand

Ich hatte früher schon immer wieder mal auf meinen Lieblingsmystiker aus dem 13. Jahrhundert hingewiesen, den Kartäuser Hugo de Balma. Mit ihm hatte ich mich in meiner zweiten Promotion in Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte beschäftigt, sowie in einer zweiten Monographie [1]. Der Autor ist nur Spezialisten bekannt, obwohl extrem wichtig für die weitere Geschichte der Mystik. Hugo hat Meister Eckhart und die dominikanische Mystik maßgeblich beeinflusst, die niederländische Mystik und die Devotio Moderna, Thomas von Kempen sowie die spanische Mystik und Ignatius von Loyola.

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Die Relevanz von Forschung im Bereich Bewusstsein, Spiritualität und Neurowissenschaft

Gerade habe ich vom Springer-Verlag den Bericht über unsere Bücher in der von Stefan Schmidt und mir herausgegebenen Reihe „Neuroscience – Consciousness – Spirituality“ erhalten. Seit Erscheinen wurden E-Versionen der Kapitel mehr als 30.000 mal herunter geladen, 160 Leser haben sie 40 mal zitiert. Der zweite Band in der Reihe – „Meditation- Neuroscientific Approaches and Philosophical Implications“ hat den ersten mit mehr als 42.000 Kapitel-Downloads und 202 Lesern sogar überrundet. Und auch die englische Version meines Spiritualitätsbuches, das vor Jahren beim Drachen-Verlag erschienen ist und seit geraumer Zeit in zweiter Auflage vorhanden ist, ist trotz des bei Springer leider sehr stolzen Preises mehrfach zitiert und verzeichnet mehr als 3.000 Kapitel-Downloads, obwohl noch nicht so lange erschienen.

Damit gehören die ersten beiden Bände zu den 50% bzw. 25% am meisten gelesenen Büchern bei Springer. Das freut mich, denn es zeigt: das Thema „Spiritualität und Bewusstsein“ erhält, gerade auch in der Kombination mit neuropsychologischen Betrachtungen, wissenschaftliches Momentum. Es wird wahrgenommen. Es befruchtet Leser und führt dazu, dass der wissenschaftliche Publikationsprozess diese Bereiche mit berücksichtigt.
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Marsch an die Tastatur für die Wissenschaft

Ein paar Gedanken zur Wissenschaftsdebatte um alternative Fakten und die Bedeutung der Wissenschaft und warum wir marschieren müssen

Statt mich in eine Menschenmenge zu stellen und Beteuerungen über die Bedeutung der Wissenschaft anzuhören, nütze ich lieber die Zeit in der Bibliothek, um ein Rechercheprojekt zum Abschluss zu bringen. Und ich schreibe noch ein paar Zeilen über die Bedeutung der Wissenschaft: warum es wichtig ist, dass marschiert wird für die Wissenschaft. Dieser Beitrag ist also mein persönlicher „Marsch“.

Schon allein die Tatsache, dass Zweifel an der Bedeutung der Wissenschaft angemeldet werden kann, ist in sich selbst ein Beleg für die Bedeutung der Wissenschaft.

Wie kann es so weit kommen, dass man öffentlich zur Kundgebung über die Bedeutung der Wissenschaft, der Faktizität, der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft aufrufen muss? Ist es nicht eine Selbstverständlichkeit, dass Wissenschaft wichtig ist? Schließlich hätten wir ohne sie nicht mal die Twitter-, Facebook- und Internetsysteme, über die heute auch alternative – und auf jeden Fall nicht nur virtuelle – Wirklichkeiten und Fakten gestreut werden. Weiterlesen →

Bröckelnde Mythen: Fett und Salz – Gott erhalt’s

Ein neuer Sargnagel für die Cholesterin-Hypothese der koronaren Herzkrankheit – geschmiedet vom kanadischen Epidemiologen Salim Yusuf

Ich hatte in früheren Beiträgen – dem längeren zweiteiligen Beitrag von „Bröckelnde Mythen“ (inkl. Erwähnung des Buches von Nina Teicholz), sowie in einer Besprechung des neuen Buches von Rosch (www.thincs.org) [1] – bereits darauf hingewiesen, wie schwach das Fundament ist, auf dem unsere allseits als so sicher transportierte Meinung ruht, dass „Cholesterin schlecht fürs Herz“ sei und daher eine Reduktion des Fettkonsums, vor allem der gesättigten Fettsäuren tierischen Ursprungs, förderlich für die Gesundheit sei.

Hier nun ein neuer Sargnagel für die Cholesterinhypothese als Ursache der koronaren Herzkrankheit. Er stammt von Salim Yusuf, einem weltbekannten Epidemiologen aus Kanada. Er ist der Leiter der vielleicht wichtigsten derzeit laufenden epidemiologischen Studie, der sogenannten PURE-Studie (kurz für „prospective urbran-rural epidemiologic study“; www.phri.ca/pure).[2] Diese Studie dokumentiert 225.000 Menschen – und das ist das spezielle – aus unterschiedlichen Regionen der Erde, sowohl aus ländlichen als auch aus städtischen Lebensräumen über 12 Jahre.

Für die ganz eiligen Leser: er dokumentiert in einem Vortrag, das vom diesjährigen „Cardiology update“ aus Davos stammt (programme.cardiologyupdate.ch/sunday), neben bereits publizierten Befunden vor allem die neuesten Befunde zu Cholesterin und Herzinfarkt und koronarer Herzkrankheit: Es gibt keinen Zusammenhang, überhaupt keinen, zwischen dem Konsum von tierischen Fetten bzw. Cholesterin, dem sog. „bösen“ LDL-Cholesterin oder dem „guten“ HDL-Cholesterin, und koronarer Herzkrankheit und kardiovaskulärer Mortalität. Auch das Essen von Früchten und Gemüsen hat laut dieser Studie wenig Einfluss. Und der Salzkonsum ist nur für Patienten mit hohem Blutdruck ein Problem aber auch hier erst ab ca. 7g pro Tag, anders als das die momentan von der WHO dekretierte 2g-Grenze vermuten lässt.

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