Interview: „WERTE KOMMEN AUS INNERER ERFAHRUNG“

In unserer modernen Wissenschaftskultur haben wir eine klare Vorstellung davon, wie wir die Welt von außen verstehen müssen. In dieser materiellen Ordnung der Welt kommen Werte jedoch nicht vor.

Bisher beruhten unsere ethischen Grundlagen auf dem kulturellen Konsens, vermittelt durch die christlich-jüdische Tradition. Doch die Religion ist heute keine gemeinsame Basis mehr. Daher müssen wir uns fragen: Wie sichern wir Werte?

Eine Möglichkeit ist, dass wir dies über laufende gesellschaftliche Konsensprozesse tun. Man gründet Ethik-Räte und Ethik-Kommissionen, die über ein Gebiet diskutieren und einen Wertekanon erarbeiten. Aber es sind politisch verhandelnbare und letztlich willkürliche Werte.

Eine andere Möglichkeit, an die ich glaube, ist, dass wir einen wissenschaftlichen Ansatz finden, um Werte zu entwickeln. Dies könnte gelingen, wenn wir unsere inneren Erfahrungen nützen, die uns ermöglichen, die Struktur der Welt von innen her zu erfahren.

Lesen Sie das ganze Interview beim “netzwerk ethik heute”: http://ethik-heute.org/werte-kommen-aus-innerer-erfahrung

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“Sowohl als auch” statt “entweder-oder” – oder: wie man Kategorienfehler vermeidet

„Was ist tiefer: Teller oder Tasse?“, fragte neulich wer. Nach einigem Nachdenken sagte ich: „Naja, kommt drauf an, wie tief der Teller oder die Tasse wirklich sind, nicht wahr?“ „Falsch“, sagte der Schlaumeier. „Die Oder“. Klar. Egal wie tief eine Tasse oder ein Teller sind, die Oder, also der Fluss, an dem Frankfurt (Oder) liegt, wo ich arbeite, ist immer noch tiefer.

Der Witz – der natürlich gesprochen besser funktioniert als geschrieben – macht sich eine implizite Denkgewohnheit zu Nutze. Wir denken sehr häufig in den ausschließlichen Kategorien „entweder–oder“. Dabei übersehen wir das mögliche Dritte, Vierte, oder Fünfte. Darauf will ich ein bisschen Aufmerksamkeit und Zeit verwenden, weil mich das schon lange umtreibt.

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Mein neues Buch – Secular Spirituality (Säkulare Spiritualität)

Mein neues Buch ist jetzt bei Springer erschienen. Das Buch ist englischsprachig, daher hier der Abstract von Springer auf Englisch:

“This book discusses spirituality as an emerging scientific topic from a historical perspective, with extensive discussion of the mind-body problem and of scientific concepts of consciousness. While the book focuses on the Western tradition of ‘Enlightenment’, it also implicitly addresses the double meaning of the term, with the Eastern tradition describing it as ‘a state of true knowledge, which is an important goal on an individual’s spiritual path’ and the Western tradition seeing it as ‘the collective process of getting rid of narrow-minded dogmas and concepts’. The book is based on a simple yet challenging premise: Science has not gone far enough in the scientific process of going from a collective mind tied up in dogmatic teachings to a truly free mind that, seemingly, freed itself from bondage and restrictions. The book shows that science, and with it our whole Western culture, has to incorporate spirituality if it is to realize this goal of enlightenment. If that is done, and it can only be done by many individuals actually practicing spirituality, this will also lead to the individual type of enlightenment.”

Bei Springer ist auch ein kostenloser Einblick ins Buch möglich:

http://www.springer.com/social+sciences/religious+studies/book/978-3-319-09344-4

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Versicherungen herhören: Komplementärmedizin ist billiger…

…und Homöopathie anscheinend doch kein Placebo

Wir hören überall, unser Gesundheitswesen werde langsam unbezahlbar. Beinahe in allen Ländern der EU steigen die Gesundheitskosten stärker als die Wirtschaftsleistung. Also müssen wir uns die höheren Kosten der Gesundheit anderswo absparen, z.B. bei der Bildung (beim Militär geht nicht, wie wir gerade vorgeführt bekommen). Viele schließen dann auch gleich draus, also müssen wir uns auch Luxusstückchen wie naturheilkundliche Versorgung verkneifen, denn, so das landläufige Argument, die verteuert ja die Kosten noch mehr.

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Quantenheilung – Superplacebo? Selbstheilung? Oder was?

Alles, was heutzutage nicht so einfach erklärbar ist, reklamiert für sich die Beschreibung „Quanten-“ irgendwas. Das ist keine so gute Idee, finde ich, denn es suggeriert Wissen, Erkenntnis und Segnungen aus der Gralsburg der Wissenschaft, der Quantentheorie. Aber so sind die Leute halt, und bestimmte Dinge kommen denn eben mit dem Etikett „Quanten-“ daher, bei denen man keinerlei Ahnung hat, was eigentlich drin steckt.

Hier weiterlesen: http://intrag.info/aktuell/2014/09/20/quantenheilung-–-superplacebo-selbstheilung-oder-was/

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