Abstand – zur Panik. Fakten, Reflexionen, Gedanken zur Covid-19 Pandemie

image_pdf

Ich habe mich in den letzten Tagen an eine Episode aus meiner Studentenzeit erinnert gefühlt. Ich war damals ein Jahr in London zum Studium und spielte im Orchester der Universität Oboe. Wir probten eine ziemlich heikle Symphonie von Schostakowitsch. Die erste Seite der Partie war schon komplex. Ich blätterte um und fiel fast vom Stuhl: zwei Seiten nichts als Sechzehntelnoten in relativ raschem Allegro-Tempo, alles schwarz, sozusagen. Es war eigentlich chancenlos das gut zu spielen, selbst wenn man es geübt hatte, und vom Blatt war es praktisch unmöglich. Schon nach den ersten Takten war ich verzweifelt. Da fiel mein Blick auf eine fette Bleistiftnotiz, die irgendein Vorgänger oben auf die Noten geschrieben hatte:

„DON’T PANIC!“

stand da: „Nur keine Panik!“. Ich erinnere mich noch gut, wie mich allein dieser Spruch beruhigte. Zwar machte ich immer noch Fehler, aber ich war nun in der Lage, mich fürs Erste durch diese schwere Passage zu schummeln, ohne den Anschluss zu verlieren.

Das scheint mir im Moment das Wichtigste zu sein: nur keine Panik. Diese Realisierung hat mich damals gerettet. Sie hat die Noten nicht leichter gemacht, das Tempo nicht langsamer, die Technikanforderungen nicht anders. Aber sie hat durch die Beruhigung dazu beigetragen, dass alles nicht mehr ganz so dramatisch war.

Das Wichtigste, was wir jetzt brauchen ist: raus aus dem Panikmodus. Das Nächste ist, sich die Fakten aus einer gewissen Distanz und mit etwas Nüchternheit anzusehen. Was macht diese Corona-Virus Pandemie? Wie gefährlich, wie tödlich ist sie? Für wen? Wie lange?

Weiterlesen →

Das „Schwarzbuch Wikipedia“ ist da

Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wikipedia-logo_(inverse).png
image_pdf

Ich weise gerne auf das neue „Schwarzbuch Wikipedia“ hin [1]. Es ist eine neue Publikation, die der Augsburger Biographieforscher Andreas Mäckler herausgegeben hat. Anstoß dazu war ihm seine eigene Mobbingerfahrung in Wikipedia.

Er hatte dort aufgrund seiner Dissertation einen Artikel platziert und wurde dann von einem offensichtlich unerfahrenen und in der Sache inkompetenten Editor gemobbt; am Ende verbreitete dieser sogar Lügen über ihn, er sei Neonazi, etc. Ein Gerichtsverfahren stellte klar, dass dies Verleumdung war. Das ging in diesem Fall einfach, weil sich der Administrator sogar mit Namen zu erkennen gegeben hatte. Das ist aber eher die Ausnahme.

Durch diese Erfahrung wurde für Andreas Mäckler klar, dass in der Online-Enzyklopädie nicht nur globale Zusammenarbeit herrscht, sondern auch Abgründe lauern. Diesen Abgründen spürt dieser Band nach.

Weiterlesen →

Meine aktuellen Beiträge auf homöopathie-forschung.info

image_pdf

Ab sofort werde ich hier regelmäßig auf meine Beiträge im Blog „Informationen zur Forschung in der Homöopathie“ der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie hinweisen.

Die letzten 5 Beiträge

Stannum D30 lässt sich von Placebo reproduzierbar unterscheiden

Es sieht also so aus, als könnte man unter strikt verblindeten experimentellen Bedingungen mit einem objektiven Bildanalyseverfahren (bei dem das menschliche Auge durch statistische Erkennungsprozeduren ersetzt wird) die Kristallisationslösungen, die unter Zugabe von Pflanzen die mit homöopathisch zur D30 potenzierten Zinn gewachsen sind, von solchen Kristallisationslösungen unterscheiden, bei denen dem Wachstumswasser die Kontrollsubstanz zugesetzt wurde. Das halte ich für spektakulär.

Mehr erfahren

Homöopathie bei prämenstruellem Syndrom

Die erfolgreiche Replikation einer Pilotstudie zeigt, dass homöopathische Arzneien in einer Potenz C200 anders und besser wirken als Placebo bei der Behandlung des prämenstruellen Syndroms.

Mehr erfahren

Frankreich hat die Homöopathie aus der öffentlichen Erstattung genommen

Frankreich hat die Homöopathie aus der öffentlichen Erstattung genommen. Grundlage dafür war ein offizielles Health-Technology-Assessment Dokument, das allerdings viele wichtige Studien nicht berücksichtigt hat.

Mehr erfahren

Wirklichkeit, Fakten, Realität

Der publizierte Bericht des NHMRC zur Homöopathie ist die zweite Version – die erste Version kam zu einer anderen Aussage und blieb lange unter Verschluss.

Mehr erfahren

Homöopathie und Depression

Homöopathische Arzneien wirken mindestens so gut wie Antidepressiva und besser als Placebo.

Mehr erfahren