Psychoneuroimmunologie-Kongress

Innsbruck vom 7. bis 9.10.2022 Ich weise gerne auf den Kongress für Psychoneuroimmunologie in Innsbruck hin, den Prof. Christian Schuber vom 7. bis 9.10.2022 in Innsbruck organisiert: Das Programm und Details finden sich auf der Webseite des Kongresses: https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/ Ich werde dort einen Vortrag über mein methodisches Konzept der zirkulären Form der Validität halten (am … Weiterlesen

Denken, Political Correctness, und Nachdenken über Denken

Die Ureinwohner der Prärien Nordamerikas haben sich ursprünglich von Großwild und Büffel ernährt. Sie jagten zu Fuß, bevor das Pferd um 1500 durch die Spanier nach Amerika kam [1, 2]. Sie machten sich dabei eine Eigenschaft der Büffel zunutze: Büffel sind Herdentiere. Sie folgen dem Leittier. Wenn das einmal losläuft, rennen alle hinterher. Die Indianer, „First Nations“, hatten spezielle Plätze, wo die Prärie plötzlich über eine Klippe abbricht. Dort bauten sie zaunartige Hindernisse auf, die wie ein Trichter von der Prärie aus auf die Klippe zuliefen. Dann versetzten sie die Büffel in Panik und trieben sie auf die Hindernisse zu. Dem Leittier stürmten alle hintendrein. Das rannte los, konnte nicht mehr rechtzeitig stehenbleiben und stürzte über die Klippe, und alle stürzten hinterher ins Verderben. Unten warteten die Jäger und konnten das Fleisch der zu Tode gestürzten Büffel zerlegen, und fertig war die Jagd. Als die Indianer Pferde hatten, wendeten sie das gleiche Prinzip an, ohne Zäune, dafür mit Pferden. In Montana gibt es einen Naturpark namens „Buffalo Jump“, an dem man viele archäologische Überreste dieser Jagdtechnik fand.

Buffalo Jump: aus Alchetron, the Free Social Encyclopedia

Das was sonst für die Büffel sehr praktisch war – sie verließen sich auf die Erfahrung der Leittiere und auf die Signale der Wächter – wurde ihnen nun zum Verhängnis.

Political Correctness

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Überleben wir den Tod?

Der Tod, das Killervirus SARS-CoV2 und unsere kollektive Angst

Vor kurzem hat der US-amerikanische Philanthrop Robert T. Bigelow, der ein eigenes Institut betreibt, die vermutlich höchste Summe ausgelobt, die für Forschung auf dem Gebiet der Grenzgebiete, wenn nicht sogar überhaupt im Wissenschaftsbetrieb, ausgelobt wurde; nur die Nobelpreise sind meines Wissens höher dotiert. Insgesamt 1,8 Millionen Dollar soll es für einen Text geben, der unwiderruflich belegt, dass der Tod nicht das absolute Ende des Bewusstseins bedeutet. Dieser Tage findet die Preisverleihung in Las Vegas, Nevada, statt.

Bigelow ist ein Raumfahrt-Unternehmer, der früher an erdfernen Habitaten für die NASA arbeitete und immer noch viele Verträge mit allen möglichen Luft- und Raumfahrtunternehmen hat und damit sein Geld verdient. Er erlebte wohl ein eigenes Bekehrungserlebnis, so ähnlich wie der Astronaut Edgar Mitchell, der bekanntlich beim Rückflug vom Mond zur Erde die Schönheit der Erde und ihr Eingebettetsein in ein kosmisches Ganzes als ein spirituelles Erlebnis beschrieben hat, das ihn veränderte. Mitchell gründete daraufhin das „Institute of Noetic Sciences” in Petaluma, Kalifornien. So ähnlich Bigelow: Er gründete sein eigenes Institut und hat sein Geld über die Jahre für die Finanzierung von Akademikern verwendet, die ungewöhnliche Pfade betreten, etwa Charlie Tart, der sich mit außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen beschäftigt.

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Kann ein Atheist beten und spirituell sein?

Der große Buddha in Kamakura, dem
Niklaus Brantschen ein Kapitel widmet.

Kann ein Atheist beten und spirituell sein? Ja, kann er (oder sie), meint Niklaus Brantschen und spricht darüber, wie es geht.

Niklaus Brantschen: Gottlos beten. Eine spirituelle Wegsuche. Ostfildern: Patmos Verlag, 128 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-8436-1335-4, 19,- € (Das Buch beim Verlag)

Ich bin schon lange der Meinung, dass wir Spiritualität säkular diskutieren müssen in unserer Zeit, auch wenn die Wurzel von Spiritualität ursprünglich in den Religionen liegt. In unserer Kultur in der christlichen Religion. Ich habe das vor Zeiten in meinem Buch „Spiritualität – Warum wir die Aufklärung weiterführen müssen“ [1] diskutiert und im August in meinem neuen Buch „Brücken zwischen Psychotherapie und Spiritualität“ [2].

Demnächst komm ein kurzes Interview von mir zum Thema „Zen und Wissenschaft“ auf dem Selbstheilungskongress (https://www.selbstheilungs-kongress.de/). Der Kongress beginnt am 26.11. und das Interview ist am 28.11. einen Tag lang kostenlos zu sehen.

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Brücken zwischen Psychotherapie und Spiritualität – mein neues Buch ist erschienen

Mein neues Buch ist jetzt erschienen. Es befasst sich mit der Verbindung zwischen Spiritualität und Psychotherapie.

Darin argumentiere ich dafür, dass Spiritualität im Bereich der Psychotherapie hilfreich sein kann, als Ressource für Therapeuten und Patienten gleichermaßen. Ich verwende auch einen Teil der begriffsarchäologischen Arbeit dafür, das Tabu, das zwischen Spiritualität und Psychotherapie bzw. Wissenschaft liegt, argumentativ zu durchbrechen. Dabei hilft die Unterscheidung zwischen: 1. Wissenschaft als nüchternem Geschäft, die Wahrheit über die Welt und ihre Zusammenhänge herauszufinden und 2. Wissenschaft als Weltanschauung oder Religion. Diese neumodische Weltanschauung, die sich unter verschiedenen Begriffen wie „Naturalismus“, „naturwissenschaftliche Weltanschauung“, „Materialismus“, „neuer Atheismus“ allgemein verbreitet hat, ohne dass ihr religiöser Charakter offensichtlich ist, verorte ich – mit ihren Auslegern – als Religion.

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