Methodenlehre Teil 22: Fallstricke der nackten Zahlen

Es gibt ein neues Kapitel meiner Online-Methodenlehre, die ich seit 2011 immer wieder ergänze. Diesmal geht es um die „Fallstricke der nackten Zahlen“ am Beispiel der aktuellen Corona-Epidemie, bei der uns täglich in den Medien viele Zahlen begegnen, für die uns der notwendige Kontext fehlt, um sie einordnen zu können.

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Inhalt und Kontext lassen sich nicht trennen

Ein paar (weitere) Gedanken zu unserem Methodenartikel über die mangelnde Übertragbarkeit hierarchischen Denkens in der Methodologie

Vor kurzem haben Martin Loef und ich einen Aufsatz im Journal of Clinical Epidemiology publiziert, in dem wir das hierarchische Denken in der Methodologie kritisiert haben [1]. Wir argumentierten, im wesentlichen, dass es kurzsichtig ist, die wissenschaftliche Brauchbarkeit von Befunden nur davon abhängig zu machen, wie intern valide – also wie methodisch stringent – ein Befund ist. Denn, so das Argument, mit steigender interner Validität sinkt in der Regel die externe Validität und damit die Brauchbarkeit des Befundes. Wenn wir nur auf die interne Validität sehen, dann haben wir am Ende viele wissenschaftlich gültige Befunde, die in der Praxis unbrauchbar sind.

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